Tiefdruckunternehmen streiten über Abbau der Überkapazitäten und denken dabei nur an die armen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Auf dem Treffen der europäischen Tiefdruckunternehmen am 28./29. September 2009 in Brüssel haben sich verschiedene Konzernvertreter der Druckindustrie mit dem Vertreter der EU-Generaldirektion Industrie und Unternehmen, Jean-Pierre Haber, über die Frage der Förderung des Kapazitätsabbaus im Tiefdruck und Rollenoffset gestritten. Warum verhalte sich die EU-Kommission in der grafischen Industrie in Europa nicht genauso wie bei der Förderung für die Auto- und Stahlindustrie? Roto Smeets CEO Jan Caris warf der EU-Kommission vor, dass sie den europäischen Druckunternehmen im Tief- und Rollenoffset nicht helfen. "Wir müssen unsere Probleme alleine lösen. Die EU hat unser Angebot nicht unterstützt."

John Caris hatte im Mai 2009 versucht, ein EU-unterstütztes Projekt zu starten, dass sich mit einer radikalen Marktbereinigung im europäischen Tief- und Rollenoffsetmarkt beschäftigt. Nach seiner Meinung sei es nötig, 20% der Rollen- und Tiefdruckkapazitäten aus dem Markt zu nehmen. Dabei ist er sich bewusst, dass die Zukunft durch einige Marktführer bestritten wird. "Wir haben zu akzeptieren, dass eine Druckunternehmen mehr als 35 % des Marktes beherrschen." Es geht ihm auch um einen sozialen und humanen Weg des Abbaus der Arbeitsplätze, weshalb er den Versuch einer EU-Vereinbarung gestartet hatte. "Die europäischen Druckindustrie ist nicht profitabel. Dies ist die Schuld der Druckunternehmen selber." Rotos Smeets gleichzeitig im Mai 2009 ein Restrukturierungsprogramm in der Gruppe gestartet, in dessen Ergebnis 450 Arbeitsplätze in 2009 und 2010 in dem Unternehmen abgebaut werden und wird dann unter 1.500 Arbeitnehmer 2.200 Ende 2007 beschäftigen. Der Jahresüberschuss 2008 betrug 1,6 Mio. €. Der Polestar-CEO Barry Hibbert sagte auf dem ERA-Treffen Ende September 2009 in Brüssel, dass die EU bereit sei, das verschiedene Unternehmen in die Krise kommen und in die Insolvenz gehen."

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