20 Jahre Betriebsratsarbeit verdient einen Platz!

Im ver.di-Fachmagazin „Menschen machen Medien“ geht es um die zum 30. Juni 2017 aus dem Berliner Verlag ausscheidende Betriebsratsvorsitzende, Renate Gensch. Bevor sie beim Berliner Kurier Polizeireporterin wurde, war sie Redakteurin des Mitteldeutschen Express in Halle.  Im Gespräch sagen Nico Kramer, Konzernbetriebsratsvorsitzender DuMont Berliner Verlag und Holger Artus, Betriebsrat aus der Hamburger Morgenpost, etwas über ihr Wirken.

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Wie Antworten von Unternehmen auf digitale Transformation aussehen

Die Veröffentlichung der Bilanzen der Beteiligungsunternehmen der BV Deutsche Zeitungsholding (Mediengruppe Berliner Verlag) einschließlich der MOPO für das Geschäftsjahr 2015 gibt auch Einblicke in das Hamburger DuMont-Unternehmen und die Strategie unserer Geschäftsleitung. Generell fällt bei den Bilanzen aber auf:  0,5 Mio. € Rückstellungen für Tantiemen wurden für das Geschäftsjahr 2016 in Berlin und Hamburg gebildet. Bei der MOPO sind das dann immerhin 145.000 € (oder umgerechnet: zwei bis drei Planstellen…). Der Berliner Verlag, der 2015 einen Verlust von 4,2 Mio. € schrieb, plant 2016 Tantiemen in Höhe von 110.000 €. „Wie Antworten von Unternehmen auf digitale Transformation aussehen“ weiterlesen

Kündigung vom Mietvertrag wird Folgen haben

Die MOPO-Geschäftsleitung hat den bestehenden Mietvertrag mit dem Vermieter, HPV, zum 30, Juni 2018 gekündigt. Es wird zu einem Umzug der MOPO in den nächsten Monaten kommen, spätestens im Sommer 2018. Damit bestätigt sich, was der Betriebsrat am 14. Dezember 2016 geschrieben hatte: Die Geschäftsleitung plant die Kündigung des Mietvertrages, möglichst noch im 2017. „Kündigung vom Mietvertrag wird Folgen haben“ weiterlesen

Ein schwieriges Ergebnis

Es gibt eine Regelung für den Berliner Verlag und deren Tochterunternehmen. Die Betriebsstilllegung von DuMont Systems in Berlin wurde einvernehmlich geklärt. Damit ist neben den inhaltlichen und strukturellen Umbauplanungen am Berliner DuMont Standort der sozialpolitische Rahmen geschaffen, damit das Unternehmen die personellen Maßnahmen umzusetzen kann, ohne das es zu größeren Verwerfungen kommen dürfte. Der materielle Gehalt bewegt sich auf dem geplanten Niveau. Die Bildung von unterschiedlichen Abfindungsformeln bei Personalabbau in den unterschiedlichen DuMont-Töchtern in Berlin sind nicht schön, man muss aber am Ende sehen, was es umfänglich bedeutet. Transfergesellschaften gehören zum wiederholten Mal zu den Lösungsansätzen bei DuMont. „Ein schwieriges Ergebnis“ weiterlesen

Die MOPO in ihrer vertrauten Form soll zerschlagen werden

Der Betriebsrat der Hamburger Morgenpost schlägt Alarm. Es sollen nicht nur 25 Prozent der Stellen nach seiner Information abgebaut werden. Er sieht in den Planungen der DuMont Mediengruppe eine grundlegende Veränderung der Rahmenbedingungen für die Arbeitnehmer der MOPO. Man prüft die Auflösung der Gesellschaft Morgenpost Verlag GmbH und deren Integration in eine andere Gesellschaft, man will die „agile Redaktion“ erst im Sommer 2017 verkünden, obwohl das Projekt im Februar 2016 gestartet wurde. Man will in ein neues Gebäude ziehen. Hier die BR-Info im Wortlaut. Die Infos des Betriebsrats wurden auf einer Betries-Versammlung beim Punkt Umzug und Ausgliederung dementiert. „Die MOPO in ihrer vertrauten Form soll zerschlagen werden“ weiterlesen

Vor uns allen liegen wichtige Tage und Wochen

Für den Berliner Verlag hatte DuMont Ende Oktober 2016 seine Umbaupläne für einen „Neuanfang“ verkündet. Wie sollte man auf Arbeitnehmerseite reagieren, wie geht man weiter vor? Dies war Gegenstand verschiedener Beratungen vor und nach der Verkündung. Frühseitig war die Strategie nach einer Sozialtarifbewegung entwickelt worden. Der folgende Text sollte noch einmal die Breite des Vorgehens verdeutlichen und die Geschichte für die Formierung der Arbeitnehmer/innen liefern. Ich war einer der Co-Autoren. Historisch ist der Vorgang noch nicht ganz beendet, aber der Witz war, dass an diesem Tag auch jene erstmals sich zu Wort meldeten, die diese Strategie nicht verfolgten. „Vor uns allen liegen wichtige Tage und Wochen“ weiterlesen

25 prozentiger Stellenabbau in der MOPO-Redaktion geplant

Für 2017 plant die MOPO-Geschäftsführung nach unseren Informationen des Betriebsrats einen Abbau von 25 Prozent der Redaktionsstellen. Das wäre ein einmaliger Schritt in der Redaktionsgeschichte der MOPO. Für diesen Abbau wird man sicher viel Geld ausgeben, um das Personal loszuwerden. Diese Ausgaben werden dieses oder das kommende Geschäftsergebnis im Millionen-Bereich belasten. „25 prozentiger Stellenabbau in der MOPO-Redaktion geplant“ weiterlesen

Es ist gar nicht einfach, zu erklären, was man praktisch tut

Vor zwei Wochen würde ich auf einer Geburtstagsfeier gefragt, wie es auf der Arbeit läuft. Eine einfache Frage, die schnell beantwortet war: Alles ok. Etwas mehr Dialog war schon erwartet, also sagte ich auf Nachfrage, dass meine Arbeit sich nicht im unmittelbaren Output misst, sondern an aufgeschobenen Prozessen und gesetzten Themen. Ich habe seit über zwei Jahren einige Projekte laufen. Hier bin ich im Plan, aber wo es endet und ob es einen Endpunkt hat, weiß ich noch jetzt immer weniger. Meine Grundannahme ist richtig, aber die Faktoren habe ich falsch bestimmt. Damit war der Dialog beendet. Das Geburtstagskind senkte den Kopf. „Es ist gar nicht einfach, zu erklären, was man praktisch tut“ weiterlesen

„Ich habe mich über dich umgehört …“

Eine aktuelle Besprechung schob mich wieder in die Vergangenheit zurück. Ein Gewerkschaftssekretär, den ich nicht weiter kannte, rief  mir in einer Debatte zu: “Ich habe mich umgehört und du schlägst häufig unter die Gürtellinie. Jetzt verlässt du diese Grenze auch noch.” Brav habe ich mich dafür bedankt, dass er sich umgehört hat, ich weiß zwar nicht, wo von er redet, aber es scheint, er hat von mir gehört. Klar, in der Debatte ging es um seine Leistung. Was war da noch, was die Zusammenarbeit belastet? Man muss es aussprechen, damit die Lösung angegangen werden kann. „„Ich habe mich über dich umgehört …““ weiterlesen

Gegen eine bedingungsgebundene Hilflosigkeit, äh, Tarifabeit

Gegen die anhaltende und steigende Tariflosigkeit von Unternehmen unserer Verlagsbranche scheint kein Kraut gewachsen, wir verlieren einen nach den anderen Betrieb. Was also tun? Die Unternehmen bauen neue Geschäftszweige auf, also neue Betriebe und steigen gar nicht erst mit der Tarifbindung ein, weil sie dem Arbeitgeberverband nicht zusätzlich Beiträge in den Rachen werfen wollen. Sie wollen aber auch nicht den „Automatismus“ von „ständigen Gehaltserhöhungen“ oder dem „Anspruchsdenken“ nach 13 oder 14 Monatsgehältern, einer Arbeitszeit, der die Verfügung über Anwesenheit des Arbeitnehmers einschränkt, stellen. „Gegen eine bedingungsgebundene Hilflosigkeit, äh, Tarifabeit“ weiterlesen